Integrierte Bewertung der Nachhaltigkeit alternativer Proteinquellen und Analoga und Transformationspfade zweier ausgewählter Alternativen

Zeitraum Dezember 2022 – Januar 2025

Verantwortlich Jana Rückert-John, Alva Bonaker, Frederic Grobler

Auftraggeber Umweltbundesamt (UBA)

Kooperationspartner corsus – corporate sustainability GmbH (Auftragnehmener), DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V. (Unterauftragnehmer zusammen mit ISIconsult)

Vor dem Hintergrund eines weltweit wachsenden Bedarfes an Proteinen und zugleich erheblicher negativer Auswirkungen der Produktion von Tierprodukten, liegt der Fokus des Projekts auf der Exploration alternativer Proteinquellen und Analoga. Ziel ist es, eine Übersicht über aktuelle Verfahren, Rohstoffe und Produkte zur Bereitstellung alternativer Proteine und Analoga zu erlangen und anhand einer Auswahl zu untersuchen, wie wahrscheinlich und wünschenswert die Diffusion dieser Alternativen ist.

Die Untersuchung der ökologischen Auswirkungen alternativer Proteinquellen und Analoga wird von corsus und dem DIL abgedeckt. Der Fokus von ISIconsult liegt auf den sozialen, gesundheitlichen und tierwohlbezogenen Dimensionen, sowie der Untersuchung und Entwicklung von Transformationspfaden für zwei ausgewählte Alternativen.

Im ersten Schritt werden die relevanten Kriterien für die Bewertung der drei Nachhaltigkeitsdimensionen – Soziales, Tierwohl und Gesundheit – mit jeweiliger Bedeutung für die 20 im Projekt ausgewählten alternativen Proteinquellen und Analoga erarbeitet. Auf der Grundlage dieser Kriterien und des aktuellen Stands des Wissens werden die Alternativen bezogen auf die Nachhaltigkeit in den jeweiligen Bereichen bewertet. Hierzu werden Literatur- und Datenrecherche sowie Interviews mit Expert:innen durchgeführt.

Für die Exploration der Transformationspfade zweier ausgewählter alternativer Proteinquellen und/oder Analoga werden Innovations- und Transformationstheorien herangezogen. Dabei werden beispielsweise die gesellschaftliche Akzeptanz, der Stand der Technik und das Innovationspotenzial sowie die „plausibility“ (die Wahrscheinlichkeit zur Diffusion), und die „desirability“ berücksichtigt, um zukünftige Entwicklungspotenziale im Zusammenhang mit ökologischer Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Entwicklung zu charakterisieren.

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